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Weniger Stress – mehr Weihnachten!

Weniger Stress - Mehr Weihnachten

Weihnachten und mein Stress

Puuh, was für eine verrückte Woche. Die Zeit rennt und ich renne hinterher. Je länger meine To-do-Liste wird, desto hektischer werde ich. So viele Ideen sind in meinem Kopf und auf meiner Weihnachtspinnwand und am liebsten würde ich alles machen. 863 verschiedene Plätzchen backen, Lesezeichen aus Fotos der Kinder erstellen, Holzweihnachtsbaumkugeln basteln … Ich bin im Stress. Ich habe oft das Gefühl, mit angezogener Handbremse durch die Zeit zu düsen. Während mein Kopf akribisch plant, was ich wann tun kann und gedanklich mindestens schon einen Kilometer voraus ist, spielt mein physischer Körper mit den Kindern. Ich baue die Eisenbahn ab, auf und um. Installiere Tunnel aus alten Rohren und belade die Wagons mit Nüssen und Kastanien. Und während die Eisenbahn entgleist, dem Jüngsten der Zug an die Birne gedonnert wird, sind meine Gedanken sieben Galaxien weiter entfernt. Fuck! Wie war das noch einmal mit dem „im hier und jetzt sein“?

Das stresst mich. Es stresst mich. Ich stresse mich.

Ich kann gerade nicht wie ich will. Denn mindestens einer will was anderes. Während ich kaum weiß, wohin mit meiner Energie, Tatenfreude und Kreativität, stört es meine Kinder reichlich wenig, dass ich im Stress bin. Sie interessiert das nicht, ob Dinge so laufen wie ICH mir das vorgestellt habe. Die Welt da draußen kann Kopf stehen, und das Wichtigste ist momentan, dass die Eisenbahn durch den Tunnel fährt. Sie leben in ihrem eigenen, kleinen Kosmos und das ist eine unglaubliche Gabe. Klar, freuen sie und ich mich, wenn wir gemeinsam Plätzchen backen und die Küche verwüsten (hier nur einseitige Freude). Aber ob wir, oder besser ich, Spekulatius aus dem Supermarkt essen oder unsere eigenen Plätzchen, interessiert sie nicht die Bohne. Die Liste kann ich jetzt weiterführen: der selbstgemachte Adventskalender, der gebackene, steinharte Stutenkerl versus die gekauften Varianten. Ich mache den Unterschied. Für mich macht es einen Unterschied. Für unsere Kinder (noch) nicht.

Weniger Stress-mehr Weihnachten

Unser Fensterbild, der beste Adventskalender von dorobot.de, feine Nutellaplätzchen und ein bisschen Weihnachtsdeko

Das perfekte Weihnachten, gibt es nur in meinem Kopf

Warum um Himmelswillen mache ich das? Für wen oder was beschleunige ich mich? Warum stresse ich mich? Für mich? Oder uns? Für andere? Anerkennung? Lob? Für das perfekte Weihnachten, das es nur in meinem Kopf gibt? Bei meinem Gedankenkarussell bin ich auf den großartigen post von Martina auf delicious design gestoßen. Da steht zum Beispiel:„Weihnachtsdekoration darf sich langsam entwickeln.“. Dieser Satz sorgt bei mir sofort für weniger Stress. Ahhh, nicht am ersten Advent muss alles fertig sein, sondern jeden Tag darf etwas dazukommen. Heute ein Engel, Morgen ein Fensterbild (und übermorgen vielleicht noch eins, weil das Erste wieder abgerupft wurde). Auch die Aussage: „Eine besinnliche Adventszeit ist eine sehr bewusste Entscheidung. Denn auch die Zeit für Besinnlichkeit kann man planen.“ trifft mich. Daher wird heute Abend der dritte Advent gefeiert. Statt auf den Weihnachtsmarkt zu gehen, setzten wir uns an den Tisch mit dem Adventskranz, trinken Tee, spielen Memory und essen Bratäpfel. Ob es besinnlich wird, weiß ich nicht, kommt darauf an, wer gewinnt und wie die Füllung in die Äpfel kommt.

Weniger Stress durch gute Planung

Planung ist die halbe Miete, das habe ich in den letzten drei Jahren gelernt. Daher werde ich die kommende Woche nutzen.

  • Ich werde meine To-do-Liste nochmal genau unter die Lupe nehmen. Wo kann ich was sein lassen, wo was delegieren oder einfacher machen.
  • Ich werde die Weihnachtsvorspeise vorkochen und einfrieren. Eine Brühe mit Griesnockerl, die wird hier von Groß und Klein geliebt und kann mit und ohne Zähne gut gegessen werden.
  • Jeden Abend packe ich ein paar Geschenke liebevoll ein. Das mag ich sehr und ich freue mich jedes Mal, wenn ich die Päckchen anschaue.
  • Ich werde einen Abend in die Sauna gehen und mir Gutes tun.
  • Statt Weihnachtskarten zu versenden, werde ich ein kurzes Weihnachtsvideo mit uns allen aufnehmen.
  • Den Christbaum stellen wir nicht am 23 oder 24.12, sondern diese Woche schon auf.  Wir werden ihn gemeinsam schmücken und Glühwein trinken. (Ich werde euch berichten, ob er am 24.12 noch steht oder schon komplett gerupft wurde).
  • Besonders wichtig, am Abend den nächsten Tag planen und alle erledigten Punkte auf der Liste abhaken. Das mache ich am liebsten, weil es mir zeigt, dass es voran geht.

In diesem Sinne, mache ich mich jetzt an die Bratäpfel und wünsche Euch eine schöne vorweihnachtliche Woche. Macht es Euch schön!

Eva

 

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