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Wie geht eigentlich abschalten? Warum deine Sprache für Entspannung irre wichtig ist

Abschalten, weniger Stress, EntspannenAbschalten? Wie geht das eigentlich?

„Mir alles zu viel. Ich kann nicht abschalten. Ständig bin ich im Kopf bei meiner Arbeit und was noch alles getan werden muss. Ich komme nicht zur Ruhe und merke, so kann es nicht mehr weitergehen. Selbst nachts läuft mein Gedankenkonzert auf Hochtouren und dann mache ich mich auch noch fertig, weil ich nicht schlafen kann. Dabei bin ich hundemüde.“

Das waren die Sätze von Inge, Mittvierzigerin, Mama von zwei Kindern und Abteilungsleiterin. Sie ist mitten in der rush-hour des Lebens und die To-do-Liste ist wie bei vielen von uns endlos. In einem Coaching haben wir gemeinsam auf ihre Themen geschaut und ein Impuls, hat ihr besonders geholfen den Kopf zur Ruhe zu bringen. Und was bei Inge und mir hilft, könnte vielleicht auch bei dir wirksam sein, wenn dein Kopf auch ständig am Rattern ist.
Die „gute“ Nachricht, kein Menschen kann einfach so abschalten. An nichts denken. Die Gedanken wie Krümel unter den Tisch kehren und abschalten, wie man die Lampe in der Küche ausschaltet. Und genau das suggeriert das Wort abschalten. Worte schaffen Wirklichkeit in unserem Kopf, daher ist abschalten für mich UMSCHALTEN. Denn nicht nur wir machen etwas mit Sprache, sondern die Worte, die wir benutzen auch etwas mit uns und unserem Denken. Also statt abschalten benutze ich das Wort umschalten. Wie das Programm im Fernseher. Wenn mir etwas nicht mehr gefällt, schalte ich um. Wenn du also abschalten willst, solltest du umschalten auf das, was du stattdessen machen möchtest. Nichts denken, geht übrigens nicht. Unser Kopf, unsere Gedanken sind ständig in Bewegung. Und wir können versuchen sie zu entschleunigen, zu beruhigen, umzulenken.
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Übrigens kompliziertes entspannt besser. So wird, wer grundsätzlich schwer umschalten kann, wahrscheinlich beim Joggen eifrig weiter grübeln. Die monotone Bewegung beim Laufen erfordert nämlich so gut wie keine Konzentration, das Kopfkonzert kann fröhlich weiter schnattern. (Natürlich fördert die Bewegung die Entspannung und ich fokussiere mich hier auf den Gedankenstopp). Also suche dir etwas, was dich fordert. Was deine ganze Aufmerksamkeit braucht. Vielleicht ein herausforderndes Puzzle, ein Kreuzworträtsel, eine Joggingstrecke, die kreuz und quer durch den Wald geht, ein Hörbuch (mein momentaner Favorit), Yoga, Spanisch lernen, Klavier spielen oder, oder, oder.

In diesem Sinne, schönes Umschalten.

Eva

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